NEUES SCHULGESETZ: Die wichtigsten Änderungen zum August 2010 haben wir hier zusammengestellt.

Hintergrund: Im Volksentscheid am 18. Juli 2010 wurde die Vorlage der Volksinitiative „Wir wollen lernen!“ angenommen. Unsere Schule bleibt danach – entgegen den ursprünglichen Plänen – wie grundsätzlich alle anderen Hamburger Grundschulen vierstufig (Klassen 1 bis 4).

Die wichtigsten unsere Schule betreffenden Änderungen ab August 2010 sind:

  • Die Größe der 1. Klassen ist auf 23 Schüler begrenzt.
  • Lernmittel werden von den Schulen beschafft und den Schülern unentgeltlich leihweise zur Verfügung gestellt. Das sogenannte „Büchergeld“ wird also abgeschafft. Allerdings kann ein Kostenbeitrag für Material, das im Unterricht verbraucht wird oder den Schülern verbleibt, erhoben werden. Außerdem werden „Lernmittel von geringem Wert“ nicht mehr von der Schule gestellt. Hinweise der Elternkammer zur geltenden behördlichen Regelung finden Sie hier.
  • Im Schuljahr 2010/11 gilt für die 1. und 4. Klassen die gesamte VOE-PSG, für die 2. und 3. Klassen die VOE-PSG mit Ausnahme des Abschnitts 5 (Stundentafeln). Für das Schuljahr 2011/12 ist eine neue Ausbildungs- und Prüfungsordnung geplant.
  • Die Eltern erhalten einen Anspruch, dass der Leistungsstand ihrer Kinder in der 3. Klasse ergänzend zum Lernentwicklungsbericht mit Punkten oder Noten ausgewiesen wird (§ 44 Abs. 2). In der 4. Klasse gibt es in jedem Halbjahr Notenzeugnisse.
  • In jedem Schulhalbjahr müssen die Klassenlehrer mindestens ein „Lern­entwicklungsgespräch“ mit den Eltern jedes Schülers führen.
  • Die Eltern entscheiden nach wie vor, auf welche Schulform ihr Kind nach der Grundschule wechselt. Statt einer Empfehlung zur weiterführenden Schule (Gymnasium oder Stadtteilschule) gibt es jetzt nur noch eine „Einschätzung“ der Zeugniskonferenz zur weiteren Schullaufbahn. Grundlagen sind die Lern- und Leistungsentwicklung sowie die „überfachlichen Kompetenzen“ des Kindes. Die Grundlagen und die Einschätzung sind den Eltern auszuhändigen. Die Klassenlehrer müssen die Eltern „eingehend fachlich-pädagogisch“ zur Schullaufbahn des Kindes beraten (§ 42 Abs. 4)
  • Einen Schülerrat wird es an den – vierstufigen – Grundschulen nicht geben (§ 64 Abs. 1). Die Vertreter der Schüler sollen jedoch mindestens einmal im Halbjahr Gelegenheit erhalten, ihre Anliegen in der Schulkonferenz vorzutragen (§ 64 Abs. 2).

Das Schulgesetz wurde von der Hamburgischen Bürgerschaft am 15. September 2010 an das Ergebnis des Volksentscheids angepasst. Das Änderungsgesetz ist am 29. September 2010 in Kraft getreten. Die Schulbehörde hat die Neuerungen im Schuljahr 2010/11 in ihrer Pressemitteilung vom 17. August 2010 samt Anhang und im Rundschreiben vom 1. Oktober 2010 zusammengefasst. Die Gesamtausgabe finden Sie in den rechtlichen Grundlagen.