Die Mittel des Programms „Fördern statt Wiederholen“ (bis zu € 7,8 Millionen) können von den Schulen abgefordert werden, um für Förderangebote entweder Honorarkräfte (z.B. Studenten, leistungsstarke Schüler, Eltern, pensionierte oder verrentete Lehrkräfte) für Nachhilfeunterricht an der Schule oder zusätzliche Lehrer (bis zu 40 Prozent der Mittel) einzusetzen. Der schulübliche Satz für Honorarkräfte beträgt € 15,97 pro Stunde; für Gruppen mit mehr als vier Schülerinnen und Schülern können im Rahmen einer Zusammenarbeit mit einem Nachhilfeinstitut auch höhere Honorarsätze gezahlt werden. Die Mittel sind so berechnet, dass im Durchschnitt je Klasse über ein ganzes Schuljahr bis zu zwei Wochenstunden Förderunterricht zum üblichen Honorarsatz organisiert werden können; eine Schule mit vier Parallelklassen könnte so ein Jahr lang jede Woche acht Wochenstunden Förder- und Nachhilfeunterricht pro Jahrgang durchführen. Die Schule kann die Gruppengröße flexibel bestimmen.

Nach aktuellem Stand erhalten Schüler der vierten Klassen besondere Förderung, wenn die Leistungen in einem oder mehreren Fächern mit 5 oder schlechter bewertet werden. In den ersten bis dritten Klassen erhalten Schüler besondere Förderung, wenn sie den „Beobachtungkriterien“ oder „Mindestanforderungen“ laut Bildungsplan nicht genügen. Art und Umfang der Förderung werden in der Regel zu Beginn eines Schulhalbjahrs – auf Anregung der Zeugniskonferenz oder der Eltern – in einer schriftlichen „Lern- und Fördervereinbarung“ verbindlich vereinbart.

Grundlagen: § 45 des Hamburgischen Schulgesetzes und die Verordnung über die besondere Förderung von Schülerinnen und Schülern gemäß § 45 des Hamburgischen Schulgesetzes (VO-BF) vom 22. September 2011.

Siehe auch die Pressemitteilung der Schulbehörde.